Fortschritt durch Frauenpolitik

Ulla Groskurt

Ulla Groskurt

 

Im Vorfeld des Internationalen Frauentages am 8. März erklärt die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Ulla Groskurt: "Frauenrechte wurden bereits im Erfurter Programm 1891 von und mit der SPD und ihren Frauen gefordert, erkämpft und teilweise umgesetzt. Die SPD war immer vorne mit dabei. Leider hatte die SPD in den letzten 120 Jahren nicht immer allein die Richtlinien der Politik auszuarbeiten und zu bestimmen, deshalb ist meiner Meinung nach die tatsächliche Gleichberechtigung noch nicht erreicht."

Groskurt weiter: "Wir könnten bereits viel näher dran sein. Ein Beweis ist die Geschlechterquote in der SPD. Seit 1988 muss bei Listenaufstellungen zu Wahlen die 40 %-Quote beachtet und eingehalten werden. Das funktioniert nicht immer, aber immer öfter. Der Entfristung dieser Regelung wurde mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Der SPD ist bewusst, ohne Frauen kein Fortschritt.

Auch im 21. Jahrhundert ist es wieder und immer noch die SPD, die in den Länderparlamenten und im Bundestag für die Gleichberechtigung kämpft. Aktuell für die Einführung einer Quote auf Leitungsebenen börsennotierter Unternehmen, Aufsichtsräten, Vorständen. Die SPD will keine freundlichen Appelle. Die vor 10 Jahren mit der Wirtschaft vereinbarte Selbstverpflichtung ist wirkungslos geblieben. Angesichts eines Frauenanteils von über 50 % bei den Hochschulabschlüssen müssen beide Geschlechter auch in den Führungsetagen der Wirtschaft in etwa gleich stark vertreten sein. Zehn weiterer solcher Jahre kann Deutschland sich wirtschaftlich nicht leisten, das müsste auch anderen politischen Parteien klar sein. Es ist aber trotz eindeutiger Statistiken und wissenschaftlich belegter Begründungen kein Erkenntnisgewinn zu erwarten.

Die SPD hat eine klare Position. Die SPD kämpft für die Quote. Die SPD dringt auf eine gesetzliche Festschreibung von mindestens 40 % und wird sie mit Übernahme der Regierungsverantwortung einführen.

Die SPD weiß, wer auf Frauen verzichtet, verzichtet auf Gewinn."

 

 


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