Eine Fahne gegen Gewalt an Frauen

Bild von der Fahnenaktion
 

Celle. Am 25.11.2010 hat sich die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Celle an der bundesweiten Fahnenaktion „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ beteiligt, indem die Fahne aus dem Büro der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann am großen Plan gehisst wurde.

Anschließend unterstützten die SPD–Frauen das Frauenhaus Celle, das in der Buchhandlung Decius für mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema wirbt. „Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein Thema, das wenig wahrgenommen wird, weil die Betroffenen sich verständlicherweise nicht öffentlich dazu äußern mögen,“ sagt Annette von Pogrell, ASF- Vorsitzende dazu. “Es ist aber ein Problem, das in allen Gesellschaftsgruppen auftritt und zwar viel öfter als wir alle annehmen. Deshalb müssen wir den betroffenen Frauen helfen. Wir sind froh, dass in Celle die Unterstützung in den betreffenden Einrichtungen so gut funktioniert und die Frauen diese Hilfe auch erhalten.“

Bild von der Fahnenaktion
Aus dem Büro der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann weht die Fahne gegen Gewalt an Frauen.

Hintergrund:
Der Aktionstag gegen Gewalt gegen Frauen geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt.
Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen 1981 in Bogotá in Kolumbien würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen das Todesdatum der drei Frauen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Das amerikanische Centre for Women’s Global Leadership bringt seit 1991 die Kampagne „16 Days of activism against Gender Violence“ auf den Weg. Ihr Ziel ist es, zwischen dem 25. November und dem Tag der Menschenrechte am 10. Dezember kontinuierliche und verbindende Themenschwerpunkte zu setzen und den Netzwerkgedanken weltweit voranzutreiben. Inzwischen liegt die internationale Beteiligung bei über 800 Organisationen und rund 90 verschiedenen Ländern.
TERRE DES FEMMES sieht sich als Teil dieser Bewegung. Daher entwickelte die Organisation für Deutschland die inzwischen sehr erfolgreiche Fahnenaktion. Diese wurde 2001 erstmals bundesweit von zahlreichen Frauenbeauftragten und vielen anderen Verbänden aufgegriffen und mit getragen.

Überall in Deutschland wurden in den letzten Jahren Fahnen in rund 800 Gemeinden und Städten gehisst, zusätzlich beteiligen sich inzwischen auch zahlreiche Verbände im deutschsprachigen Ausland an der Kampagne. Rund um den 25. November finden im gesamten Bundesgebiet zahlreiche Veranstaltungen statt: Neben Informationsabenden, Vorträgen und Podiumsdiskussionen zum Thema "NEIN zu Gewalt an Frauen" werden auch zahlreiche (Benefiz-) Konzerte, Lesungen und Theatervorstellungen veranstaltet. Viele OrganisatorInnen können Prominente vor Ort für eine medienträchtige Fahnenhissung vor ihrem Rathaus oder anderen öffentlichen Gebäuden gewinnen.

 
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