25. November: Der internationale Gedenktag gegen Gewalt an Frauen

Ulla Groskurt bei einer Aktion
 

SPD-Frauen: Schulterschluss für eine gemeinsame Welt ohne Gewalt

Seit dem November 1999 ist der 25. November von den Vereinten Nationen zum offiziellen Gedenktag und global zum Symbol „Gegen Gewalt an Frauen“ eingeführt worden. Mit dem Symbol einer weltweit verbreiteten Fahne und der Aufschrift: „Frei leben – ohne Gewalt“ wird nicht nur an die Schwestern in der Dominikanischen Republik erinnert, die nach monatelanger Folter vom Militärischen Geheimdienst umgebracht worden sind.

„Dieser Tag ist ein Signal, auf die Situation von Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, so die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Niedersachsen. Dabei dürfen die Darstellungen und schrecklichen Missstände anderer Länder nicht in einen Zusammenhang mit der Situation in Deutschland gestellt und gegeneinander aufgewogen werden. Mit den über 5000 in vielen Kommunen Deutschlands aufgezogenen Anti-Gewalt-Fahnen von „Terre des Femmes“ wurde 2009 ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.

Eine gemeinsame, lebenswerte Welt ohne Gewalt an Frauen muss überall Anlass sein auf nicht tolerierbare Gegebenheiten hinzuweisen. Wir wollen hier den Blick besonders auf die „Grauzone“ häuslicher Gewalt lenken. Verletzungen der Menschenrechte sind eben keine „Privatangelegenheit“ auch wenn sie im familiären Umfeld geschehen, so die ASF-Landesvorsitzende Ulla Groskurt. Die Zahl der Frauen, die wegen häuslicher Gewalt oder auch Androhung von Zwangsheirat und Ehrverbrechen Hilfe suchen, steigt ständig. Unabhängig von Alter, Nationalität, Religion, Bildung und Einkommen gehören in der Bundesrepublik Misshandlungen durch Ehemänner, Freunde oder Lebenspartner für viele Frauen und Mädchen zum Alltag. Jede vierte Frau erlebt – laut einer repräsentativen Befragung - mindestens einmal Gewalt. Jährlich fliehen rund 45.000 Frauen mit ihren Kindern in ein Frauenhaus. In Niedersachsen suchten in den 41 Frauenhäusern 2.400 Frauen mit 2.200. Kindern Schutz. Knapp 10.500 Fälle häuslicher Gewalt sind hier von der Polizei registriert worden. Nach Darstellungen des Niedersächsischen Sozialministeriums werden die bundesweiten Folgekosten von Männergewalt auf etwa 14.5 Milliarden Euro geschätzt – hierin enthalten sind die Kosten für Justiz und Polizei, aber auch für ärztliche Behandlung und Ausfallzeiten am Arbeitsplatz.

Heute, so die ASF, gilt es im Schulterschluss zwischen Bürgerinnen und Bürgern, zwischen Politikerinnen und Politikern, sowie den Medien für eine Welt ohne Gewalt einzutreten. Morgen wird es darum gehen, so die ASF-Pressemitteilung, konkrete Forderungen und Anregungen Schritt für Schritt durchzusetzen.

Ulla Groskurt bei einer Aktion
Unser Bild zeigt die ASF Landesvorsitzende Ulla Groskurt (Mitte) bei einer Aktion mit der ASF Osnabrück vor der SPD-Geschäftsstelle.
 
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