Ohne Frauen keinen Frieden

 

Ulla Groskurt: 10 Jahrestag der UNO-Resolution 1325 ist kein Tag zum Feiern

Am 31. Oktober 2000 – also vor 10 Jahren - hat die UNO mit der Resolution 1325 einstimmig beschlossen, die Spielregeln für Konfliktlösungen zu verändern. Damit wurde die vorherrschende Meinung der Realität angepasst, dass alle, Frauen und Männer, von Konflikten in gleicher Weise betroffen sind.

Sie fordert, dass Frauen an der Prävention von Gewaltkonflikten beteiligt werden und spezielle Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen ergriffen werden. Vor diesem Hintergrund legte die UNO mit ihrem Beschluss fest, dass Frauen gleichberechtigt in die Friedensprozesse einbezogen werden, und zwar auf allen Entscheidungsebenen und in allen Institutionen.

„Es braucht allerdings eine nationale Einbeziehung,“ so die Landesvorsitzende der SPD-Frauen in Niedersachsen aus der „Friedensstadt Osnabrück“. Bisher haben von den 191 beteiligten Ländern lediglich 21 Nationen – davon 13 europäische Staaten – einen nationalen Aktionsplan beschlossen. Im Bundestag ist die Umsetzung Anfang Oktober in der ersten Diskussionsrunde gewesen. Wir gehen davon aus, dass in Kürze Beschlüsse folgen. Nicht nur, dass wir in Deutschland 10 Jahre gebraucht haben, um dieses Thema ernsthaft auf die Tagesordnung zu bringen. Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass sexualisierte Gewalt zunehmend eine gezielt eingesetzte Kriegsstrategie ist, um Frauen bzw. ihre Familien zu erniedrigen, zu bestrafen oder zu vertreiben. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz) ist in 51 Länder sexualisierte Gewalt dokumentiert. Das Alter von missbrauchten Mädchen liegt zwischen 10 und 17 Jahren. Die Mehrheit der Flüchtlinge sind Frauen, Kinder und alte Menschen.

„Eigentlich sollten Frauen laut Vorstellungen der UNO paritätisch an den Konfliktlösungen beteiligt sein. Ihr Anteil an der Mitgestaltung an Friedensprozessen liegt weltweit jedoch nur bei 4 Prozent. Wir wollen die Gesichtspunkte von Frauen stärker berücksichtigt wissen. Deshalb wird es 10 Jahre nach Verabschiedung der Resolution 1325 endlich Zeit, diese Forderungen in nationale Aktionspläne umzusetzen,“ fordert die Niedersächsische Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Ulla Groskurt.

 
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