Gleichstellungs- und Frauenpolitik klare und ehrliche Substanz geben

 

Ulla Groskurt: Wählerinnen für einen gerechten Politikentwurf gewinnen

Es wird in den nächsten Jahren darauf ankommen, der Gleichstellungs- und Frauenpolitik wieder eine klare und ehrliche Substanz zu geben. „Dabei werden wir uns“, so die Landes- Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Niedersachsen, „in größerem Maße mit einer Ankündigungs- und Appellpolitik auseinander setzen müssen, aus der keine Lösungsvorschläge für eine neue Frauenpolitik entstehen.

„Unsere leidvollen Erfahrungen in Niedersachsen“, so die AsF weiter, „die jetzt sogar darin gipfeln, dass das Referat „Frauen“ im Ministerium abgeschafft werden soll, wie auch erste Informationen aus den „Schwarz-Gelben Koalitionsverhandlungen sind ernüchternd und Ansporn für uns.“

„Ich sehe jedenfalls keine ernsthaften Bemühungen,“ so die ASF-Landesvorsitzende Groskurt , „dass zu Themen wie Frauen in Führungspositionen, zur Entgeltgleichheit und zum Mindestlohn, oder zu einem geschlechtergerechten Steuersystem über warme Worte hinaus ernsthafte Bemühungen der Koalitionäre stattfinden.“

Für den ASF-Landesvorstand bedeutet dass, dass es noch notwendiger wird, klare Konturen aufzubauen. Das bedeutet auch, die Wählerinnen für einen frauengerechten Politikentwurf zu gewinnen. „Unser Ziel ist, mit unseren Inhalten zu überzeugen und damit möglichst viele Frauen zu erreichen“, so Groskurt.

Groskurt: „Wir möchten im frauenpolitischen gesellschaftlichen Umfeld einige Entwicklungen anstoßen, z.B. über eine Intensivierung unserer Kontakte zu den Gewerkschaften. Uns ist u.a. wichtig, dass zu den Betriebsratswahlen im Mai nächsten Jahres gewerkschaftlich orientierte Frauen eine besondere Chance bekommen.“

Ob es dazu besondere Förderangebote geben kann, will die Landes-ASF ersten Kontaktgesprächen überlassen. Groskurt: „Für die meisten Frauen im Arbeitsprozess ist die Entwicklung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die damit verbundene zeitgemäße Ausgestaltung von Arbeitszeitmodellen besonders wichtig. Gerade diese Ziele können über eine größere Zahl von Betriebsrätinnen besser vertreten und schneller erreicht werden.“

 
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