ASF kritisiert Beschlüsse der Frauenministerkonferenz

 

Ulla Groskurt: Zeit der freiwilligen Vereinbarungen muss vorbei sein.

Die SPD Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in Niedersachsen hält die Beschlüsse der Frauenministerkonferenz zur Aufhebung der Entgeltdiskriminierung für nicht ausreichend. „Es reicht nicht, unverbindliche Erklärungen abzugeben, die freiwillige Vereinbarungen anstreben“, so die ASF-Landesvorsitzende Ulla Groskurt.

Deutschland kann bei der Bekämpfung eines gleichen und fairen Lohns für Frauen keine nachhaltigen Erfolge vorweisen. Entsprechende Zahlen aus Europa belegen, dass Deutschland hier zu den Schlusslichtern gehört.

Die von der Bundesregierung im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie gegebene Zusage , die geschlechtsspezifische Lohnlücke bis zum Jahr 2010 auf 15 Prozent und bis zum Jahr 2020 auf 10 Prozent zu reduzieren, kann so nicht erreicht werden. Bezeichnend sei, so die Vorsitzende, dass man sich allenfalls zu einer positiven Bewertung des in der Schweiz entwickelten Lohntests „Logib“ auf freiwilliger Basis habe durchringen können. Da verwundere es überhaupt nicht, dass Bestrebungen, endlich einen Mindestlohn einzuführen, bei der überwiegend konservativ besetzten Ministerrunde keine Mehrheit gefunden habe. Wenn seriöse Studien einen deutlichen Anstieg des Niedriglohnbereiches feststellen und gleichzeitig herausarbeiten, dass in diesen Beschäftigungsverhältnissen fast 70 Prozent Frauen beschäftigt sind, geht die Entwicklung in eine völlig falsche Richtung.

„Zum Mindestlohn, zu verbindlichen und transparenten Arbeitsbewertungsverfahren gibt es keine Alternative. Freiwillige Vereinbarungen sichern vielleicht den einen oder anderen Medientermin, bringen uns in der Sache aber kein Stück weiter,“ so Ulla Groskurt in einer Pressemitteilung.
 

 
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