Gender-Index eröffnet für neue Dimension politischer Arbeit

 

Ulla Groskurt: Daten zur Chancengleichheit für alle Städte und Landkreise

Wo ist die Gleichstellung der Geschlechter relativ weit fortgeschritten, welche Regionen haben Nachholbedarf? Wie in Schweden mit dem Gender-Equality Index des statistischen Zentralamts gibt es jetzt auch in Deutschland eine Landkarte zur Chancengleichheit.

Das Web-Portal www.gender-index.de liefert Zahlen und Grafiken, die für jeden deutschen Landkreis und jede kreisfreie Stadt zeigen, wo Frauen und Männer bei den Schlüsselthemen Beruf, Ausbildung und politische Partizipation stehen. Das neue Angebot bietet die Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung jetzt aktuell an.

Diese neue Vergleichbarkeit wird den politischen Wettbewerb um mehr Chancengleichheit verstärken, ist sich die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Niedersachsen, Ulla Groskurt, sicher. Wir bekommen damit lokale und vergleichbare Informationen, leicht zugänglich und systematisch aufbereitet die den Alltag verbessern helfen.

Kernstück des neuen Gender-Indexes ist eine Deutschlandkarte, über die sich mit wenigen Klicks für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt ermitteln lässt, ob die Berufs- und Bildungs-Situation von Frauen und Männern ähnlich ist, oder nicht. Dazu sind mittels 19 Indikatoren verschiedene amtliche Statistiken geschlechtsspezifisch ausgewertet worden. Als Ergänzung zum eigentlichen Gender-Index sind regionale Hintergrundinformationen in Karten und Tabellen zu finden.

Sie informieren beispielsweise über die Altersstruktur der Bevölkerung nach Geschlecht oder über die Infrastruktur für die Betreuung von Kleinkindern und Pflegebedürftigen. Diese neue Form der Transparenz eröffnet mit ihrer Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit eine neue Dimension politischer Arbeit, ist sich die Niedersächsische Landtagsabgeordnete sicher. Ich gehe davon aus, dass hier „Standtortvorteile oder Warnsignale“ sichtbar werden, die in einer aktuellen politischen Tagesordnung aufgenommen werden. Spätestens, die vorgesehene jährliche Fortschreibung wird sichtbar und überprüfbar machen ob Städte und Landkreise sich in ihrem Einsatz für Chancengleichheit weiterentwickelt haben.

 

 


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