Reichts schon? SPD-Frauenquote feiert 20. Geburtstag

 

„Die Einführung der Frauenquote in der SPD ist ein Meilenstein in der Politik unserer Partei“, so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Ulla Groskurt, die an die Einführung der Frauenquote vor 20 Jahren auf dem Parteitag der SPD in Münster am 30. August 1988 erinnert.

Bis heute schreibt das Organisationsstatut der SPD vor, dass in den Funktionen und Mandaten der Partei Frauen und Männer zu mindestens 40 Prozent vertreten sein müssen. Damals sei die Einführung der Quotenregelung sehr umstritten gewesen.

Heute jedoch seien viele Frauen und Männer davon überzeugt, dass eine dauerhafte, gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Politik nur mit einer Quotenregelung erreicht werden kann.

Ulla Groskurt weist darauf hin, dass sich die SPD seit ihrer Gründung für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern eingesetzt hat. Dazu gehört auch mehr Teilhabe an der Politik. „Kaum zu glauben, dass der SPD Bundestagsfraktion 1972 lediglich 5,4 Prozent Frauen angehörten, 1987, ein Jahr vor der Quotenregelung, nur 16 Prozent Frauen. Heute sind immerhin 36 Prozent der Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion Frauen, nicht zuletzt auch ein Erfolg der Quotenregelung“, so Ulla Groskurt weiter.

Groskurt: „Der Schritt in die richtige Richtung wurde getan. Die Quote ist ein Instrument zur Durchsetzung einer Gesamtstrategie, jedoch noch kein Programm. Hier wartet noch viel Arbeit auf uns. Themen wie zum Beispiel gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtige Bausteine auf dem Weg zur Durchsetzung der Gleichstellung in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Wichtig ist auch, Vorurteile, wie „Wir finden keine qualifizierten Frauen abzubauen.“

Groskurt weist darauf hin, dass Mädchen und Frauen in der Bildung mit Männern gleichgezogen haben, immerhin sind 49,5 Prozent der Studierenden in Deutschland Frauen. Im Hamburger Programm der SPD vom Oktober 2007 wird festgestellt, dass eine rechtliche Gleichstellung der Frau noch keine tatsächliche ist. Groskurt: „Wir setzen uns dafür ein, Frauen dafür zu gewinnen, sich in der Politik zu engagieren. Frauen haben viel einzubringen in die Politik. Unser Ziel ist deshalb, ihre Unterstützung in der Partei, um so zu erreichen, mehr Entscheidungsfunktionen mit Frauen zu besetzen.

„Der Kampf um die Quote und damit auch um mehr Macht hat sich gelohnt. Die Politik braucht Frauen. Schon eine unserer ersten Ministerinnen, Käthe Strobel, sagte zu recht, Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie nur den Männern überlassen könnte. Die Frauenquote hat uns vorangebracht. Es ist jedoch noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, um noch mehr Frauen für aktive politische Arbeit zu gewinnen und damit auch in politische Entscheidungsfunktionen zu bringen. “ , zieht Groskurt ihr Fazit.

 

 


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