Seit 100 Jahren dürfen Frauen mitmachen

SPD-Plakat_1919
 

Am 15. Mai 1908 löste das Inkrafttreten des Reichsvereinsgesetzes das Verbot auf, das Frauen die Mitgliedschaft und Mitwirkung in politischen Parteien verbot. „Endlich hatte für Frauen die Arbeit in der Illegalität ein Ende, die in Bildungsvereinen, Vorleseveranstaltungen versuchten, politische Veranstaltungen zu kaschieren“ so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Ulla Groskurt. Durch Arrest und Bußgelder, mindestens aber polizeiliche Versammlungsauflösungen wurde in Deutschland versucht politisches Engagement von Frauen zu verhindern. Die Umsetzung der schon in der Illegalität zentralsten Forderung, nämlich das allgemeine Wahlrecht für Frauen, ließ dann allerdings noch 10 Jahre auf sich warten.

„Die bürgerlichen Rechte wie zum Beispiel die Zulassung der Frauen zu Schulbildung, Studium, akademischen Berufen und Ämtern erscheinen uns heute“, so die ASF Vorsitzende weiter, „als selbstverständliche Errungenschaft einer demokratischen Gesellschaft“. Auch wenn es „nicht mehr und nicht weniger als die politische Mündigkeitserklärung der Frau vollzog“, wie es eine der ersten gewählten Frauen im Deutschen Reichstag, Marie Juchacz, ausdrückte, war es ein mühseliger Kampf, den viele Frauen in aufopferungsvoller Weise gegangen sind, so Ulla Groskurt in Erinnerung an einen denkwürdigen Tag für die politische Frauenarbeit.

 

 


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