Gestalterische Chancen jetzt nutzen

2008_1. Mai
 

Ulla Groskurt: Die Beschäftigungsprobleme von Frauen auf die Tagesordnung

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist gut. Wann, wenn nicht jetzt, können wir damit auch die gestalterische Spielräume nutzen. Wir haben 700.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr, die Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist gestiegen. Allen Unkenrufen zum Trotz geht uns die Arbeit nicht aus.
Es geht aber nicht um irgendwelche Arbeit. Die Würde der Arbeit muss gewahrt bleiben. Denn nur Gute Arbeit schafft sozialen Zusammenhalt. Wir sind auf einem guten Weg, Mindestlöhne überall dort durchzusetzen, wo es nötig ist. Über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz besteht nun die Chance, die Zahl der Beschäftigten, die von Mindestlöhnen profitieren, auf 3,4 Millionen nahezu zu verdoppeln. Mit dem reformierten Mindestarbeitsbedingungengesetz werden weitere hinzukommen.

Frauen, so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Niedersachsen, Ulla Groskurt, werden davon besonders profitieren, weil sie gut 70 Prozent der Beschäftigten in Niedriglohnsektor stellen. Vielfach erzielen sie selbst bei Vollzeitbeschäftigung einen Lohn, der nicht Existenz sichernd ist. Unser Ziel bleibt der gesetzliche Mindestlohn, wie ihn Kurt Beck mit den Gewerkschaften vereinbart hat. Noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt über zwanzig Prozent weniger als Männer, der Lohnrückstand nimmt im Laufe des Berufslebens zu und ist bei älteren Frauen am größten. Die Ursachen sind vielfältig, aber nicht unabänderlich. Es muss der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit gelten. Dies ist ein Gebot der Gerechtigkeit sowie Voraussetzung für eigenständige Existenz und soziale Absicherung im Alter.

 

 


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