Niedersachsen das neue Schlusslicht

 

Ulla Groskurt: Ausbautempo der Kinderkrippenplätze unakzeptabel

„Niedersachsen ist das Schlusslicht“ titelt die Süddeutsche Zeitung einen Artikel, (22. Juni 2006) der eine Statistik über den Ausbau der Kinderkrippen in der Bundesrepublik Deutschland untersucht. Zitat: „Das Engagement der Bundesländer unterscheidet sich erheblich. Rheinland Pfalz, Hessen, Baden Württemberg, und Bayern haben die Betreuung deutlich ausgebaut. Bayern konnte seine Position als Schlusslicht an Niedersachsen abgeben, das zwischen den Stichtagen der Untersuchung zwischen dem Dezember 2002 und im März 2006 kaum vorankam“. Zitat-Ende.

Das Kinderkrippenplatzangebot gehört zu einer modernen Gesellschaft

Auf die Tagesordnungen im Land Niedersachsen gehört jetzt dringend der Ausbau von Kinderkrippenplätzen, so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Ulla Groskurt. Man ist es ja schon leid, immer wieder auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinzuweisen, aber die Landesregierung nimmt offensichtlich die Entwicklung zu einer modernen Gesellschaft nicht übermäßig ernst. Sie hat augenscheinlich die Entwicklung verschlafen. Wir brauchen dringend Impulse die schrittweise ein ausreichendes und flächendeckendes Krippenangebot sicherstellt, „möglichst ergänzt durch eine qualifiziertes Tagesmütterangebot“ fügt die Osnabrücker Landtagsabgeordnete an. Wenn wir uns mit dem Ausbau und damit der Einhaltung unserer Verabredungen weiter so schwer tun, werden die rund 40.000 zusätzlichen Krippenplätze, die in Niedersachsen bis 2013 entstehen müssten, kaum zu erreichen sein. Deutschland im unteren europäischen Mittelfeld und Niedersachsen als Schlusslicht in Deutschland ist unakzeptabel, so die ASF-Landesvorsitzende. Immerhin steht das Wort der Bundesfamilienministerin; bis 2013 jedem dritten Kleinkind einen Betreuungsplatz anbieten zu können im Raum.

Verabredungen müssen gelten

Mit der Diskussion über die Einrichtungen von Krippenplätzen sind in der Berliner-Koalition alte sozialdemokratische Forderungen umgesetzt worden, die auch die entsprechende Ministerin gegen Widerstände in der eigenen Partei schließlich durchgesetzt hat. Es kann nicht sein, dass die Länder, mit welchen Hintergrund oder Verklemmungen auch immer, den
Verabredungen nicht nachkommen.

 

 


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