Pflegeversicherungskompromiss mit Licht und Schatten

 

Die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) in Niedersachsen, Ulla Groskurt, bewertet den Pflege-Kompromiss insgesamt als positiv. Für mich war das wichtigste, dass wir es geschafft haben, die „Demenz-Kranken“ in die Pflegeversicherung mit einzubeziehen. Auch die Entwicklung der häuslichen Pflege und der ambulanten Dienste soll nach meinen ersten Informationen gestärkt werden. Wenn das zu Stützpunkten in den Nachbarschaften führt, die für Betroffene und Angehörige wichtige Ansprechpunkte werden, ist auch mein zweiter Wunsch, zu einer besseren ambulanten Versorgung zu kommen und die Menschen solange wie möglich im den „eigenen vier Wänden“ zu lassen, erfüllt.

Zu Hause pflegen überwiegend die Frauen / Taktiker haben die Diskussion übernommen
Was ich mir sehr gewünscht hätte, nämlich eine solidarische Finanzierung, hat sich mit der CDU nicht durchsetzen lassen. Das war aber kaum anders zu erwarten, nachdem die Taktiker – unterstützt von den Ländern die Anfang nächsten Jahres vor Landtagswahlen stehen - den Fachleuten die Diskussion aus der Hand genommen haben.
Bereits jeder fünfte, so eine Studie des Emnid Instituts aus diesem Jahr, hat heute in seinem familiären Umfeld einen Pflegefall. Fast dreiviertel der Betroffenen die zu einem ganz überwiegenden Teil von Frauen zu Hause gepflegt werden, warten zurecht auf Hilfen. Also insgesamt „viel Licht und viel Schatten“, so die stellvertretende Vorsitzende im Sozialausschuss des Niedersächsischen Landtags, Ulla Groskurt, wörtlich.

Die Debatte über die Wertschätzung eines Lebens bis ins hohe Alter
Wir werden an der Debatte über die Wertschätzung eines Lebens bis ins hohe Alter nicht vorbeikommen. Vielleicht täte manchem Politiker die Vorstellung gut, im hohen Alter in einem Zweibettzimmer zu liegen, gewickelt, fixiert und mit einem großen Löffel gefüttert zu werden. Die Pflegeversicherung hat 1995 im Rahmen einer großen öffentlichen Diskussion die Pflege aus dem Dunkel des Sozialstaats geholt, mehr als zwei Millionen profitieren heute davon. Bis heute ist sie eine Erfolgsstory, um der älteren Menschen und der Humanität in unserem Land willen sollten wir darauf achten, dass sie erfolgreich bleibt.

 

 


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