Frauen verdienen mehr

Ulla vor dem  Rathaus in Osnabrück
 

SPD-Frauen: Internationaler Frauentag ist und bleibt notwendig

„Frauen verdienen mehr“, jeder wird dabei – so ist es wohl auch gedacht - sofort an frühere Parolen wie „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ denken; an Bemühungen mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen; an die Bestrebungen über den „Girls Day“ für Mädchen endlich neue Berufssparten zu erschließen. „Obwohl sich eine Menge Dinge geändert haben, ist gesellschaftlicher Fortschritt immer noch eine Schnecke“, so Ulla Groskurt wörtlich. Ich finde erschreckend, wie aktuell Flugblätter und frauenpolitische Aussagen von vor einigen Jahren immer noch sind. Geradezu spitzfindig sind in diesem Zusammenhang wohlwollende Bemerkungen, es sei ja nun alles erreicht. Unser Eindruck ist eher, dass wir über kleinere Vorräume jetzt im Saal der gesellschaftlichen Wirklichkeit angekommen sind und dort unsere Interessen überhaupt erst austragen können.

Dabei gilt es aufzupassen, nicht alten Fragestellung über die „Rolle der Frau“ hinterherzulaufen, sondern die Fragen eines partnerschaftlichen Miteinanders zu fördern und individuelle Lebensplanungen mit entsprechenden infrastrukturellen Rahmenbedingungen zu entwickeln. Frau und natürlich auch Mann müssen wählen können, zum Beispiel bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und diese Wahlmöglichkeit kann doch niemand ernsthaft als ein Problem empfinden. Allerdings tut Frau gut daran, die rhetorischen Fallstricke zu beachten. Jenseits nett verpackter Formulierungen ist es eben nicht zu übersehen, dass Niedersachsen Schritte zurück macht. Dank konservativer Politik entfiel mit der Änderung der Gemeinde- und Landkreisordnung für ein drittel der Kommunen, eine Frauenbeauftragten zu bestellen. Und die erste Expertenanhörung des Gleichberechtigungsgesetzes hat bei vielen Verbänden und Organisationen deutlichen Unmut hervorgerufen. Das vom DGB entwickelte Motto: „Zwei Schritte vor und keinen zurück“, werden wir erkämpfen müssen. Das ist aber auch keine ganz neue Erkenntnis. Angefangen mit dem Frauenwahlrecht, gesellschaftspolitischen Forderungen und den Frauentagen, die sich zu friedenspolitischen Aktionstagen entwickelten, ist den Frauen nichts geschenkt worden. Das Motto „Frauen verdienen mehr“ steht besonders für den Hinweis Frauentage sind und bleiben aktuell und notwendig.

 

 


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