Berufliche Entwicklung von Frauen

 

Ulla Groskurt: Veränderungen werden langen Atem brauchen

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung für die Bundesagentur für Arbeit in einer jetzt veröffentlichten Studie über die Entwicklung von Frauen und Mädchen in der Berufsausbildung analysiert hat, bleibt die berufliche Entwicklung von Frauen vielfach in alten Strukturen erstarrt. Mehr als die Hälfte aller weiblichen Auszubildenden, so die Landesvorsitzende der Niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Ulla Groskurt, werden in zehn Berufen im klassischen Dienstleistungsbereich ausgebildet. Dagegen vereinen die zehn häufigsten Männerberufe nur 34 Prozent der Auszubildenden auf sich.

Wertvoll ist diese Untersuchung auch, weil sie sich nicht nur auf die quantitativen Merkmale stützt, sondern auch einbezieht, dass für die längerfristige Beschäftigungsfähigkeit von Frauen auch eine qualitative Berufsausbildung von hoher Bedeutung ist. Frauen konzentrieren sich also auf wenige Verwaltungs- und Serviceberufe, deren Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten zu großen Teil eingeschränkt sind. Durch verschiedene Initiativen und Informationskampagnen der Bundesregierung und lokaler Akteure müssen wir deshalb weiter versuchen, das Berufswahlspektrum von Frauen zu erhöhen, so die ASF Landesvorsitzende Ulla Groskurt. An diesem Punkt müssen wir uns auch noch einmal unsere Erfahrungen in Niedersachsen mit dem „Girls Day“ im Jahr 2006 ansehen, so die Landtagsabgeordnete wörtlich. Letztlich werden alle Ansätze aber nur zum Erfolg führen, wenn auch Betriebe bereit sind, Frauen in klassischen Männerberufen auszubilden. Ich rechne mit einem eher langfristigen Prozess bei dem wir einen langen Atem brauchen. Überholte Rollenvorstellungen bei den auszubildenden Betrieben, aber auch bei den jungen Frauen werden sich nur langsam ändern lassen, dass kann uns aber aus unserer politischen Verantwortung nicht entlassen.

 

 


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