Offener Brief: Erhalt des Landesjugendamtes

 

Ulla Groskurt: Landesarbeitsgemeinschaft formuliert wichtige Punkte

Es hat schon einen bitteren Beigeschmack, wenn die Koalitionsfraktionen CDU und FDP in Niedersachsen ausgerechnet im „Jahr der Jugend“ über die Auflösung des Landesjugendamtes diskutieren, so die Landtagsabgeordnete Ulla Groskurt. Offensichtlich geht es CDU und FDP nur darum, einmal mehr bei Kindern und Jugendlichen zu sparen. Dieses ist aber genau das falsche Signal! „Für mich ist nicht entscheidend, wie diese Behörde organisiert ist“, so die stellvertretende Vorsitzende im Niedersächsischen Ausschuss für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, „im Mittelpunkt müssen die Inhalte stehen“.

Zur Zeit werden im Landesjugendamt vor allem in den Bereichen Jugendhilfe und der Beratung der Träger von Kindertagesstätten geleistet. Die Forderung der FDP, diese Tätigkeiten einfach auf die Kommunen zu übertragen, zeuge von wenig Sachkenntnis. Wir müssen in Zukunft die Jugendhilfe stärken und die Qualitätssicherung in den Kindertagesstätten ausbauen. In einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten und die Fraktionsvorsitzenden im Landtag haben sich jetzt auch die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen für den Erhalt des Landesjugendamtes ausgesprochen. Viele der fachlichen Argumente der Wahlfahrtsverbände, die häufig mit ihren Einrichtungen direkt betroffen sind, kann ich persönlich unterstreichen, so Ulla Groskurt. Wie in dem Brief der Wohlfahrtsverbände formuliert, können wir nicht wollen, dass Aufsichtsfunktionen und Kostenträgerschaft in einer Hand liegen. Im SGB VIII ist ganz bewusst die durchführende Ebene von der Aufsichtsebene getrennt. Das Landesjugendamt liefert bisher eine wichtige Servicefunktion mit unverzichtbarer überörtlicher Sichtweise. Wir unterstreichen den Hinweis, dass an dieser Stelle auch unterschiedliche Interessen, verschiedene Handlungs- und Erfahrungskonzepte zusammengeführt werden. Nicht zuletzt unterstützen wir die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände in dem Bestreben den Landesjugendhilfeausschuss als demokratischen Gremium der Mitwirkung und Mitgestaltung der „Freien Träger“ zu sichern.

 

 


Kommentar schreiben

Netiquette
 

Selbstverständlich beachten wir die Vorschriften des Datenschutzes.
Hier geht es zur Datenschutzerklärung.

Senden
 

Netiquette

Schließen
 

Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.

Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.