Generalsekretär verunsichert junge Familien

Ulla Neu 2005
 

Ulla Groskurt: Junge Familien brauchen politische Verlässlichkeit

Die stellvertretende Vorsitzende im Niedersächsischen Landtagsausschuss für „Soziales“, Ulla Groskurt fordert dazu auf, Menschen, deren Vertrauen in eine verlässliche Politik wir dringend brauchen, nicht weiter zu verunsichern. Mit dem Vorschlag, zukünftig eine Unterhaltspflicht von Kindern gegenüber ihren arbeitslosen Eltern hat der CDU Generalsekretär Roland Profalla den Bogen deutlich überspannt. Junge Menschen in Deutschland entscheiden sich auch deshalb nicht für Kinder, weil sie gerade darin zu Beginn eines unsicherer werdenden Berufslebens ein finanzielles Risiko sehen.

Die Bundesregierung hat mit der Einführung des Elterngeldes oder der steuerlichen Absetzbarkeit von Betreuungskosten hier zu Recht gegen gesteuert. Alle familienpolitischen Bemühungen der alten und der neuen Bundesregierung würden weit zurückgeworfen, wenn junge Paare bei ihrer Entscheidung für Kinder auch noch das Risiko einkalkulieren, für arbeitslos werdende Eltern aufkommen zu müssen. Familien stehen auch ohne gesetzliche Regelungen füreinander ein so die Osnabrücker Landtagsabgeordnete. Viele Eltern finanzieren immer länger die eigenen Kinder, für die es oft trotz guter Ausbildung schwierig ist, in feste Arbeitsverhältnisse zu gelangen. Viele Kinder stehen mit dem eigenen Einkommen und Vermögen ein, wenn ihre Eltern pflegebedürftig werden. Etwa 10 Prozent ihres Einkommens wendet die ältere Generation im Durchschnitt auf, um ihre Kinder bei der Familiengründung oder Altersvorsorge zu unterstützen; umgekehrt werden bis zu 85 Prozent aller Pflegebedürftigen oder kranken Menschen von ihren Familien versorgt. Solidarität in den Familien ist die Lebenswirklichkeit, hat noch die letzte Studie zum „Generationsbarometer 06“ deutlich gezeigt. Als einen Meilenstein bezeichnete Ulla Groskurt die 2003 von der alten Bundesregierung beschlossene Grundsicherung, die in vielen Fällen besonders älteren Frauen ein Anrecht auf Leistungen gebracht hat mit dem weitgehenden Verzicht auf den Rückgriff unterhaltpflichtiger Angehöriger. Einen Profalla - Vorschlag kann es mit der SPD nicht geben, so die Abgeordnete.

 

 


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