Frauen mit Kindern fallen zurück

 

Ulla Groskurt: Frauen nicht individuell alleine lassen

Das familiäre Umfeld und die traditionelle Arbeitsteilung sind für den beruflichen Aufstieg von Frauen nach wie vor ein großes Hindernis, so die Niedersächsische Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Ulla Groskurt. Laut einer jetzt veröffentlichten Studie aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) können Frauen insgesamt ihren Rückstand in Führungspositionen – allerdings langsam – verringern. Diese, auf den ersten Blick positive Untersuchung, so Ulla Groskurt, ist allerdings in vielen Aspekten sehr genau zu betrachten.

Die von der Bundesregierung im Jahr 2001 mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft vereinbarte Untersuchung sollte ja nicht nur Informationen zusammentragen, sondern war auch eine freiwillige Vereinbarung zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft. Fakten der Studie sind, dass der Anteil von Frauen bei hohen Leitungsfunktionen, bei Führungspositionen in Vollzeitbeschäftigungen, in der Altergruppe 30 bis 49 Jahre nicht gestiegen ist und sich der Anteil von weiblichen Führungskräften mit Kindern sogar um 5 Prozent zurückentwickelt hat. Für mich schließt sich daran die deutliche Aufforderung an, die regionalen „Bündnisse für Familien“ deutlicher und intensiver zu stärken und zu beleben. Eine familienfreundliche Unternehmenskultur kann zum Beispiel mit einer flexiblen Arbeitsorganisation viel für Frauen mit Kindern erleichtern. Und auf die Tagesordnung in den Kommunen gehört jetzt vordringlich der Ausbau ganztägiger Kinderbetreuungsangebote. „Wir stehen hier vor Problemen, mit denen wir nicht individuell die Frauen allein lassen dürfen“, so die Landtagsabgeordnete wörtlich. Hier tragen alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte eine besondere Verantwortung.

 

 


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