Sinkende Studentenzahlen sind katastrophal

 

Ulla Groskurt: Schuldenberg schreckt junge Frauen ab.

Bald werden auch die Studierenden, die wegen des geringen Einkommens ihrer Eltern Bafög beziehen, Studiengebühren zahlen müssen, so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Ulla Groskurt. Das betrifft in Niedersachsen 46 565 Studierende. Während die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen die Kreditbelastung aus Bafög-Rückzahlungen und Studiengebühren bei 10 000 Euro begrenzen will, werden die Studierenden in Niedersachsen mit einem Schuldenberg von bis zu 15 000 Euro plus Zinsen in das Berufsleben starten. Bisher hätte sich binnen Jahresfrist dank der Bildungspolitik der rot-grünen Bundesregierung die Zahl der Bafög-Empfänger in Niedersachsen um vier Prozent erhöht.

Bereits die Diskussionen über die Einführung von Studiengebühren habe jedoch zu einem massiven Einbruch bei der Zahl der Studienempfänger geführt. So hätten sich im Wintersemester 2004/2005 mit rund 23 200 Erstsemestlern 11 Prozent weniger Studierende an den Niedersächsischen Hochschulen eingeschrieben als im Vorjahr. Das sei unter allen Bundesländern der stärkste Rückgang, so die ASF Landesvorsitzende weiter. Untersuchungen zeigten, dass die Aussicht auf einen immensen Schuldenberg gerade junge Frauen vom Studium abschrecke. Angesichts der demographischen Entwicklung und des Strukturwandels in der Wirtschaft brauchen wir jedoch nicht weniger, sondern mehr gut qualifizierte junge Frauen und Männer mit einem entsprechenden Hochschulabschluss. Die Pläne der Landesregierung drohen die Erfolge der Bundesregierung bei der Förderung Studierender aus einkommensschwachen Familien zunichte zu machen.

 

 


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