Dank an die Frauen

 

In den Monaten nach Mai 1945 war Deutschland weitgehend in Schutt und Asche versunken, es versank allerdings nicht im Chaos, so die ASF Landesvorsitzende Ulla Groskurt (MdL). Zupackende Frauen schafften und ebneten damals den Weg vom Trümmerfeld zum Wirtschaftswunderland.

Damals hieß weiterleben, erst einmal aufräumen und auf-bauen. Die arbeitsfähigen Männer waren im Krieg gefallen, oder aus der Kriegsgefangenschaft noch nicht zurück, das eigene Leben und meist noch das von Kindern mussten Frauen unter schweren Bedingungen allein regeln. Zu den zerstörten Städten kam die schlechte Versorgungslage, Ein-kaufen auf dem Schwarzmarkt, Hamsterfahrten aufs Land gehörten zum Alltag. Viele Frauen standen stundenlang nach Brot oder Butter an und bekamen dann doch nichts. Die Leistung der Frauen war unter Berücksichtigung der Widrigkeiten einmalig und der Begriff Trümmerfrauen gibt von der Zeit einen bedeutenden, aber nicht den ganzen Teil der damaligen Zeit wieder. Zwar bleibt insbesondere das Bild selbstloser, tapferer „Trümmerfrauen“ prägend als Symbol für den Wiederaufbau; das Wirtschaftswunder hat danach aber die Kultur der hart arbeitenden und selbständigen Frauen mehr oder weniger getilgt. In der politischen Entwick-lung der nachfolgenden Jahre hatten trotz dieser Leistungen traditionelle Rollenbilder wieder eine Konjunktur. Ernstzunehmende Vorschläge und Optionen auf eine offene und gleichberechtigte Gesellschaft hatten keine politische Chance. Keiner will diese Zeiten um 1945 je wieder, so die Ar-beitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Niedersachsen, trotzdem halten wir es anlässlich der vielen Erinnerungen die zum 60-jährigen Kriegsende wieder aufgenommen werden für wichtig, die Leistungen der Frauen dieser Zeit besonders zu würdigen.

 

 


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