ASF fordert: "Bildung statt Zwangsehen"

 

Die Niedersächsische Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, ASF, begrüßt die Überarbeitung des Gesetzes zu „ Ehemündigkeit und Zwangsehen“ durch das Bundesjustizministerium.“ Schon lange fordert die ASF ein Verbot von Zwangsehen“, stellt die ASF-Landesvorsitzende Annegret Ihbe fest. „Junge Mädchen, teilweise erst 13 oder 14 Jahre alt, Flüchtlingsmädchen, werden unter Zwang verheiratet. Physische und psychische Not sind die Folgen.“ Ein Antrag zur Überarbeitung des Gesetzes wurde schon vor einiger Zeit durch die ASF des Bezirks Braunschweig auf der ASF-Bundeskonferenz eingebracht und beschlossen. Sehr erfreut stellt die ASF jetzt fest, dass diese Initiative nun weiter verfolgt wird. Das Mindestalter für Ehen sollte auf 18 Jahre heraufgesetzt werden. „Jetzt müssen klare Regelungen zur Festsetzung der Ehemündigkeit herauskommen“, so die ASF. “Auch die Aufhebung von Ehen, die unter Zwang geschlossen wurden, muss geregelt werden“, ergänzt sie.

Die ASF hält es für erforderlich, dass  junge Mädchen und Frauen einen selbstständigen Zugang zu Bildung und damit mehr Selbständigkeit und Unabhängigkeit erhalten. „Bildung statt Zwangsehe.“ muss daher der Ansatz lauten.

Zwangsehe ist auch ein Kontrollinstrument“, stellt  das ASF -Bezirksvorstandsmitglied und Mitglied der ASF- Antragskommission der Bundeskonferenz, Kerstin Maak, fest.

Es  sollten Konzepte zur Umsetzung der Bildungsmaßnahmen gezielt auch für Geflüchtete erstellt werden, um die jungen Frauen zu unterstützen. Durch Bildung, Schulabschluss und  Ausbildung erhalten die jungen Frauen dann eine gute Basis für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben.

Terre des Femmes hat ebenfalls festgestellt, dass Zwangsheirat häufig zum Abbruch von Schul- und Berufsausbildung führt. Die Abhängigkeit vom Partner ist damit vorprogrammiert.

„Es  geht um die Persönlichkeitsbildung und selbstständige Teilhabe am Leben“, so Annegret Ihbe.

 

ASF-Landesvorsitzende

Annegret Ihbe

 
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