SPD-Frauen fordern : Geflüchtete Frauen und Mädchen besser schützen

ASF-Landesausschuss November 2015
 
 

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2014 sind weltweit fast 17 Millionen Menschen außerhalb ihres Herkunftslandes auf der Flucht. Viele Menschen sind auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und unerträglichen Lebensbedingungen . Ihnen Schutz und Zuflucht zu gewähren, ist Teil unserer Verfassungsordnung - und Auftrag für die gesamte Gesellschaft.

 

Die  Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Niedersachsen, ASF, diskutierte  mit den SPD-Landtagsabgeordneten  Dr.Thela Wernstedt , Medizinerin, und Luzia Moldenhauer  in der letzten Landesvorstandssitzung die Bedürfnisse und Erfahrungen von geflüchteten  Frauen und Mädchen. Sie stellen fest: " Ein Drittel der Flüchtlinge , die zu uns nach Deutschland kommen, sind weiblich. Sehr viele alleinreisende Frauen und Mädchen haben auf ihrer Flucht oder im Herkunftsland sexuelle Gewalt erlitten. Für traumatisierte Frauen und Mädchen muss eine kultursensible und geschlechtersensible medizinische Betreuung gewährleistet sein." 

 

Der ASF-Landesausschuss bekräftigt einhellig, dass ein besonderer Schutzbedarf  bei Schwangerschaften besteht. Abschiebungen, Zurückschiebungen und Umverteilungen von Schwangeren oder von Frauen kurz nach einer Entbindung sind nicht hinnehmbar.

 

Die ASF-Landesvorsitzende Annegret Ihbe, Braunschweig ist , wie auch weitere  ASF-Landesvorstandsfrauen  Kommunalpolitikerin, und  betont: " Aus kommunaler Sicht sind wir uns der  aktuellen  Herausforderung der Kommunen hinsichtlich der großen Zahl von geflüchteten Menschen sehr bewusst. Dennoch muss die Situation geflüchteter, oft schwer traumatisierter  Frauen und Mädchen nachhaltig verbessert werden".

 

Ein  Antrag zu dieser Thematik  wird auf dem SPD-Bundesparteitag  im Dezember 2015 eingebracht und entschieden. Darin fordern die SPD - Frauen unter anderem  eine  geschlechtergerechte Beratung und Betreuung durch Sozialarbeiterinnen mit professionellen Dolmetscherinnen, sowie Informationen in mehreren Sprachen über Hilfsangebote und  vorhandene Frauenberatungsstellen.

Der  Antrag wird in den Gliederungen der SPD  zunächst weiter beraten und auf dem SPD-Bundesparteitag zur Beschlussfassung vorliegen.

 

 

Annegret Ihbe

Vorsitzende des 

ASF-Landesausschuss Niedersachsen

 
    Gleichstellung     Innen- und Rechtspolitik     Menschenrechte
 

 


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