(Pessemitteilung S&D) Gleichstellung von Männern und Frauen in Europa voranbringen

Europafahne
 

EU-weit tun sich die nationalen Regierungen noch schwer mit der Quote für Frauen in Aufsichtsräten, doch die Entscheidung des Bundestages stimmt uns optimistisch, dass bald auch in Europa die Blockade gegen die Quote fallen wird. Denn lange Zeit war es vor allem die alte schwarz-gelbe Koalition, die sich mit Händen und Füßen im EU-Ministerrat gegen eine entsprechende europäische Regelung gesperrt hat.
Doch selbstverständlich muss noch viel mehr geschehen, bis Frauen und Männer wirklich gleichgestellt sind. Das belegt auch der am Dienstag zur Abstimmung stehenden Bericht zu den gleichstellungspolitischen Entwicklungen im Jahr 2013. Darin wird deutlich, dass sich in den vergangenen Jahren die Kluft zwischen Frauen und Männern in vielen Bereichen nicht wesentlich verringert hat. Frauen sind nach wie vor häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen erwerbstätig, verdienen deutlich weniger und sind im Alter weitaus häufiger von Armut betroffen. Ein Drittel der älteren Frauen bezieht keine eigenständige Altersrente. Und die Krise verschärft diese Tendenzen weiter.

 

Wir Sozialdemokraten sind der festen Überzeugung, dass die Gleichstellung weiter vorangetrieben werden muss. Daher unterstützen wir die Kernforderungen des Berichts nach einem EU-weiten Anspruch auf vergüteten Vaterschaftsurlaub von mindestens zehn Arbeitstagen und fordern, dass die Verhandlungen zu der seit Jahren vom Ministerrat blockierten Mutterschutzrichtlinie wieder aufgenommen werden. Darüber hinaus setzen wir uns entschieden für den Zugang zu sicheren und legalen Abtreibungsmöglichkeiten ein. Denn zur vollständigen Gleichstellung gehört nicht nur die wirtschaftliche Unabhängigkeit, ein Leben frei von Gewalt und die Abwesenheit von Diskriminierung, sondern auch das Recht auf körperliche Selbstbestimmung.

 
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