Niedersächsische Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, ASF, im Fachgespräch mit Dr.med Thela Wernstedt, MdL

ASF
 
 

Unterschiede in der Gesundheit von Frauen und Männern?

Wie sieht es aus mit den Unterschieden zwischen Frauen und Männern hinsichtlich des Gesundheitsbewusstseins und - verhaltens sowie der Krankheitsbewältigung?
Es gibt viele Krankheiten, an denen sowohl Frauen als Männer gleichermaßen leiden. Es treten jedoch einige gesundheitliche Besonderheiten ausschließlich bei Männern, und andere ausschließlich bei Frauen auf. Es werden z. Bsp. Herzinfarkt oder Magersucht lange als typisch männliche bzw. weibliche Krankheiten betrachtet . Dabei zeigen Frauen beim Herzinfarkt andere Symptome, so dass die Krankheit bei ihnen oftmals nicht erkannt wird, erläutert Dr. med. Thela Wernstedt , SPD Landtagsfraktion und Mitglied des Niedersächsischen Landtags im Fachgespräch mit der Niedersächsischen Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in Verden am 12.Juli 14.

 

 Ziel der Gleichstellungspolitik ist, es gleiche Chancen für Frauen und Männer in allen Lebensbereichen herzustellen. Was muss und kann  also Politik tun? Es   müssen  bei der Gleichstellung  Aspekte der Gesundheitspolitik,  der medizinischen Versorgung und  die vielfältigen Lebensbedingungen, Lebensweisen  von Männern und Frauen und weitere Einflüsse auf  die Gesundheit berücksichtigt werden. "Frauenpolitische Aspekte müssen berücksichtigt werden , das heißt, dass geschlechtersensible Gesundheitsforschung und - versorgung  erforderlich sind ", stellt Annegret Ihbe, ASF-Landesausschuss-Sprecherin die  Diskussion um die Forderungen im Bereich der Gesundheitspolitik  dar.

 

An die  Koalitionsvereinbarung 2013 - 2018 zwischen SPD und Bündnis 90 Die Grünen S. 29  knüpft die  Niedersächsische ASF  ihre Forderungen an:

" Zur Sicherung einer flächendeckenden, leistungsfähigen medizinischen Versorgung wird die rot-grüne Koalition 

 ein Landesprogramm für geschlechtersensible Gesundheitsversorgung und Prävention starten, das auch dem unterschiedlichen Zugang  von Frauen und Männern zu diesen Leistungen gerecht wird." Dabei ist eine Blickweise erforderlich, die die gesundheitlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern angemessen berücksichtigt, in der Diagnose und bei den Therapien. Die Niedersächsische Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, ASF, wird dieses Thema weiter mit Betroffenen, mit Fachärztinnen und-ärzten und dem Ministerium   verfolgen .

 

"Gendersensible Medizin muss stärker in Forschung, Lehre und Versorgung verankert werden. Der medizinische Blick  auf Krankheiten gehört geweitet: um Gendersensibilität und Diversität von Kulturen", so stellt Dr. med Thela Wernstedt  abschließend fest.

 

 

Annegret Ihbe

ASF-Landesausschuss, Sprecherin

 

 
    Gesundheit     Gleichstellung     Sozialstaat
 

 


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