Prosit Neujahr, liebe Frauen

 

SPD-Frauen: Ungerechtigkeit kann kein Verfallsdatum haben

Am dritten Equal-Pay-Day in Deutschland, den die SPD Frauen in Osnabrück als „Tag der Entgeltgleichheit“ plakatierten führte die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) einen Aktionsstand in Osnabrück durch. Wir unterstützen damit die bundesweite Aktion ausdrücklich. "Wir haben in Deutschland noch immer gravierende Entgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Durchschnittlich bekommt bei uns eine Frau 23 Prozent weniger Bruttostundenlohn als ein Mann. Das ist ein Armutszeugnis, so die ASF-Landesvorsitzende Ulla Groskurt und die ASF-Landkreisvorsitzende Daniela De Ridder übereinstimmend.

Es fehlt nicht an Erkenntnissen

Deutschland befindet sich in der „Abstiegszone der Europäischen Rangliste“. Die Gründe hierfür sind schon lange klar. Frauen arbeiten häufig im Niedriglohnsektor oder in Teilzeit. In Führungspositionen sind Frauen noch immer zu wenig vertreten. „Uns fehlt es nicht an Erkenntnissen“, so die ASF Landesvorsitzende Ulla Groskurt. Uns fehlt die Umsetzung dieser Einsicht, erläuterte ASF in vielen Passantengesprächen. Wir brauchen ein Entgeltgleichheitsgesetz und den einheitlichen Mindestlohn, um die Lohndiskriminierung zu stoppen. Aktuell auf die Tagesordnung gehört auch die Frauenquote in Aufsichtsräten. Vor allem aber müssen wir Arbeit familienfreundlicher gestalten. Von einer guten Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wir noch meilenweit entfernt", stellt die ASF anlässlich des Aktionstages fest.

Eine alte Ungerechtigkeit, ohne Verfallsdatum

Der Aktionstag ist eine Möglichkeit, diese Probleme in den Vordergrund zu rücken. Unter dem Motto.“ Nie wieder leere Taschen nur noch Rote“ verloste die ASF drei Designer-Taschen in der Osnabrücker Fußgängerzone. Über ein Flugblatt mit der Überschrift „Prosit Neujahr, liebe Frauen“ ergaben sich viele Gespräche, die verdeutlichten, dass Frauen bis zum 26. März arbeiten müssen, um den gleichen Lohn zu bekommen, wie ihn die Männer statistisch schon am Neujahr verdient haben. „Gleicher Lohn für gleich(wertig)e Arbeit ist eine der ältesten frauenpolitischen Forderungen“, so Daniela De Ridder, „und dies, obwohl die Frauen bei den Bildungsabschlüssen längst die Nase vorn haben“. „Es ist eine alte gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die wir an diesem Tag eintreten, aber Ungerechtigkeit kann kein Verfallsdatum haben“, so die AsF-Landesvorsitzende Ulla Groskurt ergänzend.

Am Aktionsstand
Am Aktionsstand (v.l.n.r.): Ulla Groskurt, Gisela Reitz, Daniela De Ridder.
 
    Arbeit     Gleichstellung
 

 


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